Im Rückblick: Lesenacht der Jungs – „Zauberei und Magie“
Preisfrage: Was bedeutet es, wenn an der Schwelle zum letzten Wochenende im Juli 18 Jungs voller Tatendrang und mit Schlafsäcken und Taschenlampen bepackt in das evangelische Gemeindezentrum in Regenstauf einfallen?
Ganz klar! Es fand wieder die Lesenacht für Jungen statt, die heuer am Freitag, dem 29. Juli, unter dem Motto „Zauberei und Magie“ stand.
Zuerst wurden wieder Namensschilder verteilt, die Schlafsäcke ausgebreitet und alle Beteiligten stellten sich einander vor; dabei stellte sich heraus, dass der ein oder andere bereits Vorkenntnisse in Magie und Zauberkunst vorweisen konnte. Danach wurden die Verhaltensregeln für alle verbindlich festgelegt, damit die Lesenacht in geordneten Bahnen verlaufen konnte. In einem ersten Spiel von Samira ging es anschließend darum, für den weiteren Verlauf vier Zaubererfamilien zu ermitteln, die sich dann geschlossen verschiedenen Aufgaben stellen durften. Dazu mussten sich alle in die Winkelgasse (aus Harry-Potter-Romanen und –Filmen wohlbekannt) versetzen und dort flanieren, während man fleißig kleine Zettel mit Familiennamen und Familienstand so ganz beiläufig austauschte; auf ein Zeichen hin mussten alle auf ihren Zettel schauen und sich die Familienmitglieder möglichst schnell zusammenfinden.
So konnte die eigentliche Lesenacht beginnen, in der das Buch „Voll fies verzaubert“ von Debi Gliori vorgestellt und im Verlauf der Nacht vorgelesen wurde.
Unterbrochen wurde die Vorlese-Zeit von verschiedenen Aktionen, von denen die
erste gleich leiblichen Genüssen galt: die Vorbereitung von Gemüse und Zutaten für Pizzabrötchen als Mitternachts-Imbiß.
Nach einer weiteren Leserunde fand eine Nachtwanderung zum Schlossberg statt. Still und höchst diszipliniert wurde der Weg zum Schlossberg hin bewältigt, um dort wieder ein Stück weit im Roman zu lesen. Ein plötzlich einsetzender Platzregen zwang uns alle in einen kleinen Pavillon, in dem die Lesung trotz des prasselnden Regens fortgeführt wurde. Bald stellte sich die bange Frage, wie lange wir in dem engen Pavillon ausharren müssten, da es auch langsam immer kälter wurde. Erfreulicherweise hörte es bald auf zu regnen und wir konnten im Licht der Scheinwerfer um den Bismarck-Turm Fledermäuse beobachten. Auf dem Weg zurück durften wir als weiteres magisches Tier noch eine Erdkröte bewundern.
Zurück im Gemeindezentrum warteten schon die fertig gebackenen Pizzabrötchen. Nach dieser Stärkung startete die letzte Runde der Lesung, bis alle Teilnehmer gegen ½ 3 Uhr morgens endgültig im Reich der Träume verschwunden waren.
Am Morgen war zunächst Aufräumen angesagt; danach gab es Frühstück. Jetzt wurde jeder Zaubererfamilie noch eine Aufgabe gestellt: es galt, in kurzer
Zeit ein Zauberkunststück einzuüben. Dieses Kunststück wurde dann von der Familie den anderen Teilnehmern der Lesenacht perfekt vorgeführt. Draußen vor der Tür warteten bereits die Eltern und durften ihre Zauberlehrlinge anschließend mit nach Hause nehmen.
Reiner Sedlmaier