Das Kirchengrundstück in Wenzenbach . . .

wie geht es weiter?

Vor 10 Jahren konnte unsere Gemeinde mit Unterstützung der Landeskirche neben dem Feuerwehrhaus in Wenzenbach ein Grundstück erwerben. Auf dem Areal sollte in den folgenden Jahren ein für die Entwicklung des Sprengels dringend nötiges kirchliches Gebäude entstehen.

Bald nach dem Erwerb erfolgte ein Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. Als Folge wurden fast alle Bauvorhaben im Bereich unserer Landeskirche gestoppt. Unter anderem aus diesem Grund konnte noch kein Gebäude auf unserem Kirchengrundstück errichtet werden.

In den vergangenen Wochen hat der Kirchenvorstand das Projekt jedoch mit neuen Impulsen versehen. Eine Gruppe wurde beauftragt, für das Vorhaben eine strategische Gebäudekonzeption zu entwickeln. Eine solche Konzeption ist dem Landeskirchenamt für die Genehmigung von Bauvorhaben vorzulegen.

Für die Erstellung der Konzeption waren unter anderem Entwicklungsdaten der Kirchengemeinde – insbesondere des dritten Sprengels – zu erheben, eventuelle Alternativlösungen zu prüfen, die verkehrsmäßige Anbindung an die Gemeindezentren in den anderen Sprengeln und an Nachbargemeinden darzulegen, darüber hinaus erste Überlegungen zum Raumprogramm und zur Finanzierung des Projektes darzustellen.

Zur Zeit leben im dritten Sprengel auf einer Fläche von 117 qkm 1.706 Gemeindeglieder mit Hauptwohnsitz. Der Bevölkerungsanteil der Evangelischen liegt bei 8,79%. Sowohl die Zahl der Gemeindeglieder als auch der prozentuale Anteil der Evangelischen werden im Dritten Sprengel in den nächsten Jahren voraussichtlich noch weiter steigen.

Durch die bestehenden Entfernungen und die mangelhafte öffentliche Verkehrsanbindung ist jedoch eine Teilnahme von Gemeindegliedern aus dem Sprengel an Veranstaltungen in den anderen Sprengeln vielfach kaum möglich. Austrittszahlen, Umpfarrungen in andere Gemeinden und die Entwicklung des Gemeindelebens im Sprengel stützen die These, dass dieser kaum Bindungskraft für Gemeindeglieder besitzt.

Es fehlt vor allem ein geeignetes kirchliches Gebäude als Kristallisationspunkt und Heimat. Ohne ein solches wird sich der Sprengel nicht weiter entwickeln können.
Die Gemeinde ist froh, einen Saal im Obergeschoß des Feuerwehrhauses nutzen zu können. Dieser kann aber keine Dauerlösung sein. Er ist schwer zugänglich und für wechselnde Veranstaltungen kaum geeignet.

Das bestehende kirchliche Grundstück bietet hervorragende Möglichkeiten. Es ist zentral im Sprengel gelegen. Bushaltestelle und öffentliche Einrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe.

In seiner Sitzung am 22. März 2011 hat der Kirchenvorstand die von der Arbeitsgruppe erstellte Konzeption einstimmig beschlossen. Zugleich wurde an die Landeskirche der Antrag gestellt, grundsätzlich den Bau eines Gemeindezentrums mit sakral geprägtem großen Saal und eines Pfarrhauses mit dem dazu gehörigen Raumprogramm zu genehmigen.
Der Dekanatsausschuss hat sich als Leitungsgremium des Dekanatsbezirks in seiner Sitzung am 1. April mit dem Antrag beschäftigt. Dieser wurde einstimmig befürwortet und die Dringlichkeit des Projektes betont.
Nun liegt die Entscheidung bei der Landeskirche. In den nächsten Monaten hat sie darüber zu befinden, ob und gegebenenfalls was auf dem Kirchengrundstück in Wenzenbach gebaut werden darf. Es besteht begründete Hoffnung, dass die Landeskirche unserem Vorhaben positiv gegenübersteht. In diesem Fall ginge es anschließend an die konkreten architektonischen Planungen und die Erstellung eines detaillierten Finanzierungsplans.

Der Kirchenvorstand freut sich über die neue Bewegung, die in das Projekt gekommen ist. Er weiß aber auch, dass das Vorhaben nur realisierbar ist, wenn möglichst viele Gemeindeglieder aus allen drei Sprengeln und unterschiedlichste Institutionen von der Landeskirche über den Dekanatsbezirk und die Kommunen bis hin zum Kirchenbauverein hinter dem Projekt stehen und dieses ideell und finanziell mittragen.

Die Zeit bis zum Bescheid aus München wird vom Kirchenvorstand u.a. dazu genutzt, um einige interessante Objekte im Bereich unserer Landeskirche zu besichtigen und sich dabei wichtige Ideen und Anregungen für das eigene Projekt zu holen.

Am 17. Juli wird um 9.30 Uhr unter dem Thema „Wir haben Grund zum Feiern“ aus Anlass des vor 10 Jahren erfolgten Grundstückskaufs auf dem Grundstück ein Gottesdienst mit anschließendem Frühschoppen gefeiert.

- Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Wenzenbacher Seiten des Gemeindebriefs. -

Dr. Wolfgang Bub, Pfarrer

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