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Grußwort an die Gemeinde – Juni/Juli 2011

Auf der Höhe der Zeit

„Das Jahr steht auf der Höhe,
die große Waage ruht.
Nun schenk uns deine Nähe
und mach die Mitte gut,
Herr,
zwischen Blühn und Reifen
und Ende und Beginn.
Lass uns dein Wort ergreifen
und wachsen auf dich hin.“

Wir freuen uns auf den Sommer. Und wenn er tatsächlich da ist, stellen wir uns innerlich schon wieder darauf ein, dass er bald vorbei ist.

„Das Jahr lehrt Abschied nehmen schon jetzt zur halben Zeit.
Wir sollen uns nicht grämen,
nur wach sein und bereit,
die Tage loszulassen
und was vergänglich ist,
das Ziel ins Auge fassen,
das du, Herr, selber bist.“

“Illum oportet crescere, me autem minui.”, ist im Hintergrund der Gestalt Johannes des Täufers zu lesen. “Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden.”, heißt es dort.

Und damit auch eindeutig klar ist, wer mit diesem Wort aus dem Evangelium (Joh. 3,30) gemeint ist, weist der Täufer mit dem Zeigefinger – beinahe so lang wie sein ganzes Gesicht – hin auf Jesus, den Gekreuzigten, das Lamm Gottes.

Die Sommersonnwendfeier und das Fest Johannes des Täufers am 24. Juni sind sehr bewußt in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden worden.

Die Liedstrophen von Detlef Block, das Gemälde des Meister Mattis (Matthias Grünewald) auf dem Isenheimer Altar und nicht zuletzt die Worte des Evangeliums können uns Anregung sein, in den vor uns liegenden Sommertagen darüber nachzudenken.

Erfüllte Sommertage wünscht Ihnen
Ihr Bernd Kritzenthaler

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