Grußwort an die Gemeinde – Februar/März 2011
Liebe Leserinnen und Leser des Gemeindebriefes!
„Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern“ – so heißt es in einem alten und wunderschönen Lied von Paul Gerhardt zum Jahreswechsel.
Seit Beginn des Jahres vertrete ich das Pfarrvikariat in Wenzenbach. So werde ich für einige Monate als Mitwanderer mit Ihnen unterwegs sein. Ich freue mich schon jetzt auf viele gute Begegnungen und Erfahrungen auf dem gemeinsamen Weg.
Groß geworden bin ich im mittel-fränkischen Leinburg. Nach dem Vikariat in Roth und der Zeit als Assistent an der Theologischen Fakultät Erlangen wechselte ich als Pfarrer nach Regensburg – St. Matthäus. In den acht Jahren in Regensburg und den anschließenden zehn Jahren als Dekan in Neumarkt habe ich die Diaspora schätzen und lieben gelernt. Ich durfte entdecken, dass es nicht nur in den mittelfränkischen protestantischen Stammlanden, sondern auch in der Diaspora viele lebendige und engagierte Christen gibt. Auch deshalb freue ich mich auf die Zeit in der Evangelisch- Lutherischen Kirchengemeinde Regenstauf.
Von Neumarkt aus wechselte ich 2008 als Rektor der Brüderschaft und Vorstandsvorsitzender nach Rummelsberg, einem der großen diakonischen Träger in Deutschland. Manche Erfahrungen haben dazu geführt, dass ich mich dann entschlossen habe, Ende April des vergangenen Jahres meinen Dienst bei den Rummelsbergern zu beenden. Seit dieser Zeit war ich bis 31. Dezember vertretungsweise in der Kirchengemeinde Feucht, in der von drei Pfarrstellen zwei unbesetzt waren, tätig. Es ist schön, wieder regelmäßig zu taufen, zu trauen, zu predigen und als Seelsorger unterwegs zu sein. Schließlich habe ich vor über 33 Jahren das Theologiestudium mit der Perspektive begonnen, einmal als Gemeindepfarrer tätig zu werden.
Seit über 27 Jahren bin ich verheiratet. Meine Frau Claudia unterrichtet als Katechetin in Neumarkt. Mit zur Familie gehören unsere beiden Töchter Katharina und Lisa, die in Erlangen bzw. Regensburg studieren, außerdem unser Hund Lucky. Während ich am 1. Januar in Wenzenbach in der Ludwigstraße 2 ein kleines Appartement bezogen haben, wohnt meine Familie weiter in Rummelsberg. Telefonisch können Sie mich in den ersten Wochen am besten über das Pfarramt erreichen. Nach Einrichtung meines Festnetzanschlusses wird dessen Nummer im nächsten Gemeindebrief bekannt gegeben.
„Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen …“ – so heißt es in einer weiteren Strophe des Paul-Gerhardt-Liedes. Vermutlich werden wir bis in den Sommer hinein gemeinsam unterwegs sein. Mit dem Zeitpunkt, zu dem ich wieder eine dauerhafte Stelle übernehmen werde, wird meine Tätigkeit im Sprengel Wenzenbach enden. Bis dahin wünsche ich uns eine von Gott gesegnete Wegstrecke.
Ihr
Pfarrer Dr. Wolfgang Bub

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