Grußwort an die Gemeinde – Dezember 2010 / Januar 2011
Orte und Zeiten der Erholung und der Geborgenheit, der Ruhe und der Stille – sie sind keine Selbstverständlichkeit.
Wir bekommen es gesagt und wir sagen es anderen: Nehmen Sie sich Zeit für sich! Manchen Sie sich frei von Terminen und Verpflichtungen! Lassen Sie sich von der Alltagshektik nicht anstecken! Verschaffen Sie sich Ruhe! Suchen Sie die Stille!
Nehmen wir uns die gut gemeinten Ratschläge zu Herzen und versuchen, sie umzusetzen, stoßen wir dabei immer häufiger an Grenzen.
Als Ursache heißt es dann, man sei nicht konsequent genug, habe sich eben nicht genug angestrengt. Vielleicht fallen auch die Worte vom Willen oder gar vom Glauben, die nicht fest und stark genug sind.
Dass all die Augenblicke und Orte, an denen wir uns geborgen fühlen, die uns Mut machen und Vertrauen geben, keine Selbstverständlichkeit sind, gerät aus dem Sinn.
Die freie Zeit lässt sich eben nicht „herbei-organisieren“, die Staade Zeit nicht „herbei-zwingen“ und die Ruhe und Besinnung lassen sich nicht „herbei-glauben“.
All unser Hoffen und Wünschen, unsere Sehnsucht, die Erfüllung unseres Lebens – sie sind und bleiben Gnade und Geschenk.
Gott kommt zum Menschen; nicht umgekehrt.
„Kündet allen in der Not; fasset Mut und habt Vertrauen.
Bald wird kommen unser Gott; herrlich werdet ihr ihn schauen.
Allen Menschen wird zuteil Gottes Heil.“
(EG, Nr. 540, 1)
Eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit,
und Gottes Segen für das Neue Jahr
wünscht Ihnen
Ihr
Pfarrer Bernd Kritzenthaler
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