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Grußwort an die Gemeinde – Oktober/November 2010

„Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt, o Gott, von dir. Dank sei dir dafür.“

Ein Tischgebet: Aus ihm spricht die Dankbarkeit, dass Gott die Bitte nach dem „täglichen Brot“ erhört und uns mit Essen und Trinken versorgt – in unseren Breiten mehr als ausreichend.

Weil die Erinnerung an Hunger und Entbehrung in unserer Gesellschaft abnimmt, wird es als selbstverständlich angesehen, dass täglich der Tisch reich gedeckt ist. Gott als Grund und Quelle dieser Gaben gerät aus dem Blick.

Umso wichtiger ist es, sich auf ihn zu besinnen: Von der Dankbarkeit für Essen und Trinken; für die Gaben der Natur wird besonders in den Gottesdiensten am Erntedankfest die Rede sein, die in diesem Jahr am 3. Oktober gefeiert werden.

„Alle guten Gaben, alles, was wir haben, kommt, o Gott, von dir. Dank sei dir dafür.“

Ein Tischgebet nur, und doch reicht der Horizont weit darüber hinaus. Denn es sagt uns, dass „alles, was wir haben“, von Gott kommt. Nicht allein um Essen und Trinken geht es; vielmehr kommt unser ganzes Leben in den Blick: seine Bewahrung und alles Glück!

Es ist doch nicht so, dass wir uns selbst mit Leib und Seele geschaffen hätten. Auch der Segen unserer Familien liegt nicht in unserer Hand. Alle Güter, die wir schätzen, ob Gesundheit, Erfolg im Beruf, auch jeder noch so bescheidene Wohlstand, sind letztlich ein Geschenk Gottes.

Wir können für diese Ernte unseres Lebens dankbar sein. Das ist keine Pflichtübung, sondern ein Zeichen unserer Freude, eine Antwort auf die wunderbaren Gaben, die Gott stets aufs Neue für uns bereithält.

Ihr
Pfarrer Stefan Drechsler

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